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Ein freies Leben

Vor drei Jahren hatte ich zum ersten Mal die Idee zu diesem Blog. Eineinhalb Jahre später ging ich mit zitternden Knien und vielen lauten Fragen im Kopf mit dem ersten Artikel online:

Was werden deine Freunde denken, wenn du plötzlich einen auf Blogger machst? Wenn sie an deinem Schreibstil spüren, dass du nicht nur für sie und deine Familie schreibst – wie es üblich ist während einer Reise –, sondern dass du dich an ein größeres Publikum richtest? Wird sich für das, was du schreibst, überhaupt jemand interessieren? Wer denkst du eigentlich, dass du bist?

Ich hatte schlicht und einfach Angst davor, weil es ein Schritt ins Ungewisse war.

Warum ich es trotzdem gemacht habe? Ich weiß es nicht genau, aber es hat vermutlich damit zu tun, dass ich schon lange das Bedürfnis dazu habe, mit vielen Menschen auf einmal zu kommunizieren, meine Gedanken mit anderen zu teilen und etwas zu schaffen, das jemanden berührt. Sei es ein Lied, ein Video oder ein geschriebener Text.

Dazu kommt, dass ich ständig am Denken bin. Manchmal fühlt es sich so an, als würde mein Kopf vor lauter Gedanken und Ideen explodieren, und das einzige, was dann hilft, ist einfach schnell alles auf Papier zu bringen.

Vielleicht sollte mir das auch reichen. Doch etwas in mir möchte das Geschriebene dann auch weitergeben. Und wenn ich tatsächlich jemanden erreiche mit meinen Gedanken oder Geschichten, dann fühlt sich das unglaublich gut an. Es ist der größte Lohn überhaupt für mich, wenn das, was ich schaffe, für eine Person von Bedeutung ist. Das macht mich glücklich. Deswegen habe ich mich vor einigen Jahren in der Musikbranche versucht und aus demselben Grund mache ich jetzt diesen Blog. Geld spielt dabei eigentlich keine Rolle. Der eigentliche Lohn ist es, zu wissen, dass das, was ich schreibe, in vielen Herzen da draußen ankommt. Das motiviert mich zum Weitermachen, bringt mein Herz zum Tanzen und die Kreativitätsabteilung meines Gehirns zum Glühen.

Trotzdem war es von Anfang an mein Ziel, irgendwann mit diesem Blog Geld zu verdienen. Und zwar aus einem einzigen Grund: Um viel mehr Zeit zum Schreiben zu haben. Es ist schon seit vielen Jahren ein großer Traum von mir, von dem leben zu können, was ich schaffe. Und diese Vorstellung fühlt sich deswegen so gut an, weil ich dann meine komplette Arbeitszeit dafür einsetzen kann, kreativ zu sein und das zu tun, was ich liebe. Ich müsste also diesen Job, der unheimlich viel Spaß macht, nicht mehr mit einem anderen Job, der weniger Spaß macht, finanzieren – was auf Dauer ziemlich anstrengend sein kann.

Wir machen einen Film! Klickt auf dieses Bild, wenn du ihn zum ermäßigten Preis vorbestellen möchtest!

Gut, einen ganz normalen Job mit einem Vorgesetzten und Kollegen und so hatte ich nie. Nach ein paar Jahren in Deutschland, als ich die Sprache so einigermaßen beherrscht habe, habe ich mich als Übersetzer selbstständig gemacht. Ob ich diesen Beruf gelernt habe? Nein, ich hab tatsächlich nichts gelernt. Wobei das natürlich nicht ganz richtig ist. Ich hab vieles gelernt, aber nicht in einer Uni, sondern einfach durchs Leben. Ausprobieren, hinfallen, wieder aufstehen und dann was Neues versuchen, bis irgendwas funktioniert. So bin ich über meine Tätigkeit als Übersetzer gestolpert, und das hat viele Jahre eigentlich ganz gut geklappt. Keiner der Kunden hat am Anfang gefragt, ob ich den Beruf gelernt habe. Sie sind wohl einfach davon ausgegangen. Das gefällt mir an der Welt der Selbstständigen. Es gelten dort ganz andere Regeln und es zählt in erster Linie, was du kannst und wie du als Mensch rüberkommst. Wo und wie du dir deine Fähigkeiten angeeignet hast, interessiert in der Regel niemanden. So auch nicht bei meinem Job als Übersetzer, der mir über die Jahre unglaublich viel Freiheit gegeben hat. Ohne ihn hätten wir unsere Weltreise nicht machen können und er war eigentlich der perfekte Einstieg in ein freieres Leben. Doch irgendwann werde ich ihn wohl trotzdem aufgeben, um mich diesem Blog und dem Schreiben voll und ganz widmen zu können.

Manche sind allerdings der Meinung, ich sollte mich doch mit dem Job als Übersetzer zufrieden geben. Aufhören zu träumen und weiterhin eine ehrliche Arbeit ausführen.

Vielleicht haben sie recht! Oder sagen wir es besser so: In ihrer Welt haben sie sicherlich recht, doch nicht jeder passt dort unbedingt rein. Wir Menschen sind doch alle sehr unterschiedlich und trotzdem versuchen wir es oft, eine Wahrheit zu definieren, die für alle richtig sein soll, ein Weltbild, das für alle funktionieren soll, eine Schule, in der alle Kinder das Gleiche lernen müssen, egal ob sie völlig verschieden sind und eigentlich komplett unterschiedlich gefördert werden müssten.

Als Kind und Jugendlicher passte ich selten rein, versuchte es aber, mich so gut ich konnte anzupassen, anstatt einfach ich selbst zu sein. Erst als Erwachsener konnte ich langsam und Stück für Stück herausfinden, wer ich wirklich bin und mich auch so annehmen. Auch unsere Weltreise hat dabei eine Rolle gespielt. Sie hat mir – durch den Abstand, den sie zu meinem bisherigen Leben geschaffen hat – geholfen, klarer zu sehen, was ich will und was mir wichtig ist. Es ist mir deutlicher denn je geworden, dass ich mich nicht in das Weltbild von jemand anderen reinquetschen muss, sondern dass ich mein eigenes entwerfen und immer wieder erweitern darf. Ich kann die Verantwortung für mein Leben voll und ganz übernehmen, anstatt einfach ein Teil von einem großen und angeblich sicheren System zu sein, wo ich einfach meinen Platz finden und nach Vorschrift funktionieren soll. Ich darf bewusste Entscheidungen treffen und jeden neuen Tag mit einem offenen Herzen und der Neugier eines Kindes willkommen heißen. Warum dann also nicht auch versuchen, von meiner bzw. unserer Kreativität zu leben? Immerhin träume ich doch seit vielen Jahren davon.

Jetzt sind wir tatsächlich an dem Punkt angekommen, wo wir unser erstes Geld mit diesem Blog verdienen werden. Es gab bereits einige Möglichkeiten dazu – in erster Linie durch Firmen, die bei uns werben wollten –, doch nichts davon hat sich bisher richtig angefühlt. Also entschieden wir uns, zu warten, bis wir selbst etwas anzubieten hatten.

Und wie ihr vielleicht bereits mitbekommen habt, ist dieser Zeitpunkt nun gekommen. Wir machen, zusammen mit einer anderen Familie (Life with Sandy & Benni), die zur gleichen Zeit wie wir eine Weltreise gemacht hat und die wir auf Bali kennen und schätzen gelernt haben, einen Film über unsere Reisen. Dieses Filmprojekt wird über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, bei der man den Film vorbestellen kann. Das Mindestziel der Kampagne haben wir schon erreicht, was uns natürlich extrem gefreut hat. Das fühlt sich nicht nur deswegen so gut an, weil dieses Projekt dadurch tatsächlich zustande kommt oder weil es sich finanziell lohnen wird. Das ist ein Teil davon, klar, aber die ganz große Erkenntnis für mich ist: Es funktioniert! Wir können tatsächlich langsam von unserer Kreativität leben und wir sind frei. Wir wohnen nicht nur in der Natur und leben jetzt nicht nur in dieser Hinsicht ein einfaches und freies Leben, wir sind auch auf dem Weg zu einer Art finanziellen Freiheit, die es uns ermöglicht in unserer Arbeitszeit noch mehr von dem zu tun, was wir lieben: Also schreiben und Videos machen. Und vielleicht irgendwann mal wieder auch ein bisschen Musik!

Okay, es fühlt sich schon ein bisschen komisch an, dies jetzt zu schreiben, da unser Konto seit der Weltreise immer noch überzogen ist. Wir haben gerade noch, was wir brauchen und müssen erstmal Schulden abbezahlen, da wir nach der Reise kein Geld mehr hatten und hier in Norwegen einiges anschaffen mussten. Aber hey, es geht mir nicht ums Reichwerden. Das brauche ich nicht. Ich will frei sein. Glücklich mit wenig. Einfach nur deswegen weil weniger mehr ist. Und weil Freiheit und Zeit alles ist.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung und dafür dass ihr diesen Weg mit uns gegangen seid!

Hier könnt ihr unseren Film zum ermäßigten Preis vorbestellen (nur bis zum 23. Dezember, dann endet die Crowdfunding-Kampagne und damit auch die Möglichkeit, unsere Doku vorzubestellen)! Bis zu diesem Datum könnt ihr den Film auch auf DVD oder Blu-ray bestellen. Wenn er im März veröffentlicht wird, wird es ihn aus logistischen Gründen nur noch als Download geben.

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Veröffentlicht von

Thor Braarvig ist freiberuflicher Übersetzer, Musiker, Ehemann, Vater von vier Kindern, Norweger, Dortmunder

44 Kommentare

  1. Lieber Thor,

    das ist wieder ein wunderbarer Artikel und ich kann so viele deiner Gedankengänge nachvollziehen – mir geht es in meinem Leben und mit meinem Blog nämlich ganz genauso!

    Ich wünsche euch alles Gute in Norwegen (und wo auch immer es euch noch hinziehen wird) und vor allem viel Spaß und Erfolg bei eurer Filmproduktion. Kann es schon kaum erwarten, ihn dann nächstes Jahr endlich anzuschauen :)

    Schöne Grüße aus Deutschland,
    Caro

    Antworten

  2. Lieber Thor
    Du hast mir quasi aus dem Herzen geschrieben. Als ich mit meinem (Lehrer-)Blog Klassenkunst anfing, war ich einerseits voller Vorfreude und Begeisterung (mit Null Ahnung wie so ein Blog überhaupt geht). Andererseits war ich aber auch sehr nervös. Was werden Freunde oder Bekannte wohl denken?
    Trotzdem MUSSTE ich es einfach tun, es zog mich da förmlich in diese Richtung. Andere zu inspirieren, so wie auch ich täglich inspiriert werde. Das ist mein Ziel. Und daher liebe ich Blogs wie deinen / euren. Ihr seid eine riesige Inspiration für mich. Ich schätze eure Offenheit, Ehrlichkeit und euren Mut etwas ANDERES zu tun. Und daher bin ich mir sicher, dass ihr mit diesem Blog noch sehr viel mehr erreichen werdet. Euren Film unterstütze ich in jedem Fall sehr gerne. Von Herzen wünsche ich euch viel Erfolg und weiterhin viel SPASS! Liebe Grüsse aus der Schweiz, Alessandra

    Antworten

    • Liebe Alessandra,
      vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Es ist glaube ich immer so, wenn wir Menschen etwas Neues ausprobieren wollen. Aber nur so kann man neue Erfahrungen sammeln! :)
      LG Thor

      Antworten

  3. Zum Drüber-Nachdenken:

    Ich habe die Tage der Freiheit gekannt,
    ich hab sie die Tage der Leiden genannt.
    J.W. v. Goethe

    Mit vielen Grüßen von Anni,
    die sich fragt, ob Freiheit wirklich glücklich macht

    Antworten

    • Das stimmt zu 100 % was der Goethe da geschrieben hat! Man ist verletzlicher wenn man frei ist. Man hat erstmal zu viele Möglichkeiten, was überwältigend sein kann. Das zwingt einem allerdings auch dazu, sich mit vielen neuen Fragen auseinanderzusetzen, was auf der anderen Seite sehr wertvoll ist. Meine Erfahrung ist, dass ein freies Leben hart sein kann, vor allem der Weg dahin, doch trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) extrem lohnenswert ist und viel erfüllender! Macht das Sinn?
      LG Thor

      Antworten

  4. Ich habe den gesamten gestrigen Tag dazu verwendet, jeden einzelnen Artikel hier zu lesen (von eurem Entschluss zur Weltreise, bis zu eurem Umzug innerhalb Norwegens). Hat ein Weilchen gedauert, aber dafür wurde ich mit einem Einblick in euer Leben und eure Denkweise belohnt – und es hat Spass gemacht.
    Ich werde jetzt erstmal gleich euren Film vorbestellen, denn eines hast du mit dem Blog geschafft: mich bewegt.

    Antworten

  5. Hallo Thor!
    Danke für deine unfassbar tollen Blogartikel. Ich selbst kann jeden einzelnen Satz, den du schreibst, nachvollziehen. Nichts ist wichtiger als frei zu sein, zu reisen und die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Eine frohe Weihnachtszeit wünsche ich euch und genieß die Zeit mit deiner Familie!

    Antworten

  6. Ich habe mich neulich mit unserem Englisch-Übersetzer (festangestellt in unserer Firma) auf einer Weihnachtsfeier unterhalten, und er sagte mir, dass die freiberufliche Übersetzung-Arbeit extrem schlecht bezahlt würde, d.h. er könne davon nicht leben, würde er freiberuflich arbeiten. Das hängt wohl damit zusammen, dass über Agenturen viele Übersetzer aus Afrika/Asien am Markt sind, die natürlich viel günstigere Lebenshaltungskosten haben, und daher weniger verlangen.
    Ist das auch ein Problem für Dich?

    Den Film habe ich übrigens schon als Blu-Ray bestellt und freue mich darauf – aber ihr braucht ja sicherlich ein regelmäßiges Einkommen, wenn Du nicht weiter übersetzen möchtest – habt ihr da schon Ideen? Was man so von Norwegen hört, ist da ja (immernoch – trotz des niedrigen Ölpreises) viel Ölgeld vorhanden, was sicherlich vieles einfacher macht als in den anderen Volkswirtschaften in Europa…

    Antworten

    • Vielen Dank für deinen Kommentar! 😊 Das Problem, was du beschrieben hast, kenne ich zwar, allerdings betrifft das nur die großen Sprachkombinationen, wie zum Beispiel Deutsch-Englisch. Für Übersetzungen ins Norwegische wird das doppelte bezahlt, weil es viel weniger Konkurrenz gibt. Ein regelmäßiges Einkommen hatte ich übrigens nie. Ich habe immer ein Projekt nach dem anderen gemacht und genau so könnte ich es mir im kreativen Bereich vorstellen. Ich habe noch viele Ideen, die ich Umsetzen möchte und die Produkte, die daraus entstehen, werden dann halt nicht nur bei der Veröffentlichung verkauft, sondern danach auch. Und dadurch könnte mit der Zeit schon irgendwann so etwas wie ein regelmäßiges Einkommen entstehen. LG Thor

      Antworten

  7. Lieber Thor,
    was für ein schöner Artikel..
    was für schöne Gedanken von Dir!
    So manche Dinge im Leben muss man einfach probieren!
    Toi Toi Toi für das Vorhaben
    Viel Glück
    Daniel

    Antworten

  8. Deine Ehrlichkeit berührt mich sehr… manchmal fühlt es sich gerührt vor Freude an und machmal auch etwas traurig. Aber bin sicher das Euer Herzensweg der richtige ist. Ihr seid so unglaublich mutig, das finde ich toll! :)
    Ich wünsch Dir, dass deine Kreativität niemals abreisst.

    Frohe Weihnachten für Dich und Deine Familie. LG Nicole

    Antworten

  9. Lieber Thor,

    ich lese Euch schon eine Weile hinterher und das hat viele Gründe, um die soll es aber gar nicht gehen. Ih möchte Dir hiermit ganz offiziell mitteilen, dass es für mich eine Bedeutung hat, zu lesen was Du schreibst! Ich freue mich immer, wenn in meinen Mails ein neuer Beitrag von Dir aufpoppt. Und dann mache ich eine kleine Pause und lese und freue mich an Deinen Gedankengängen bzw. genieße durchaus den Blick in Eure Familie. Ich habe auch zwei Kinder und wir reisen sehr gern und sehr viel. Wir gestalten es anders – wir sind sesshaft und haben Glück mit den Jobs, die uns versorgen und Freiraum lassen – aber Du triffst sehr oft einen Nerv bei mir und daher wollte ich Dir das rasch mal schreiben!
    Frohe Weihnachten
    Patricia

    Antworten

    • Liebe Patricia,
      vielen lieben Dank dir! 😊 Im Gegenzug möchte ich dir ganz offiziell mitteilen, dass ich mich sehr über deine offizielle Mitteilung gefreut habe! Im Ernst! 😉
      LG Thor

      Antworten

  10. Hallo Thor,
    das sind sehr bewegende Zeilen, welche sicher nicht nur mich, sonder sehr viele Menschen berühren.
    Es gibt so viele Menschen, die in ihrem `normalen´Leben unglücklich sind, sich aber nicht trauen sich nur einen Meter von der vorgegebenen Linie zu bewegen.
    Hut ab!
    Ich wünsche euch alles Gute.
    Liebe Grüße von Heike

    Antworten

  11. Es ist schön zu hören, dass ihr alle gesund und unbeschadet von eurer Reise zurückgekehrt seid. Eure Pläne sind sehr interessant. Da ich in meinem Leben schon sehr weit „über den Tellerrand“ schauen durfte, kenne ich etwas von dieser Welt. Ich bin sehr glücklich darüber, dass Gott mir meinen Platz in der Krankenpflege gezeigt hat und ich darin von Herzen glücklich sein darf. Und mal ganz ehrlich, es ist beruhigend zu wissen, wenn das Kind auf die Tischkante gefallen ist und sich eine Verletzung zugezogenen hat, wie gut dass es da Menschen gibt, die diese heissgeliebte Freiheit und Unabhänigkeit eingetauscht haben, um anderen Menschen zu helfen. Mir bleibt in meinem Job soviel Platz für eigene Kreativität und schließlich hat mir Gott auch ein Arbeitsende in den geplanten Tag eingebaut. Dann gibt es nichts Schöneres, als die Zeit mit der Familie zu verbringen. Entscheidend ist immer, ob ich in dem was ich mache, Frieden habe und von Herzen glücklich bin. Dann kann ich auch Tiefgänge meistern. Viel Freude weiterhin bei eurer Selbstfindung. Vergesst nicht, dass Werbesponsoren wie Arbeitgeber sein können und die Freiheit empfindlich eingeschränkt wird.
    Habt Mut euch von Gott den Weg schenken zu lassen. Wir denken an euch. Shalom 😘💞😎👍

    Antworten

    • Hallo Klaus,
      vielen Dank für deine Zeilen! Ich stimme dir vollkommen zu, dass es wichtig ist, Leute zu haben, die ihre normalen Jobs mit Hingabe ausüben. Ich glaube aber, dass viele von ihnen das auch gerne tun, weil ihre Arbeit einen sinnvollen Beitrag für unsere Welt darstellt. Grundsätzlich denke ich, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn immer mehr Menschen ihrem Herzen folgen. Denn die meisten würden dann glaube ich wichtige und sinnvolle Aufgaben übernehmen. Und das trifft bei vielen Jobs, die nur dafür da ist, die Bürokratie oder unsere Konsumwirtschaft am Leben zu halten, einfach nicht zu. Wenn uns dazu gezwungen sehen, eine Tätigkeit auszuüben, die für uns keinen Sinn macht, leben wir kein erfülltes Leben. Doch ich bin sicher, dass das Gegenteil bei dir der Fall ist und dass du in dieser Hinsicht deinen richtigen Platz gefunden hast! :)
      LG Thor

      Antworten

  12. Hallo Thor,

    Mich beschäftigt dieses Thema schon länger und manchmal frage ich mich, ob es richtig ist, einem gut bezahlten Job nicht nachzugehen, weil er einem keinen Spass macht. Es fühlt sich ein bisschen wie ein schlechtes Gewissen an, was man seinen Mitmenschen oder Kollegen gegenüber hat. Als ob man die anderen weiter im Hamsterrad rennen lässt und sich selbst auf und davon macht – in ein schönes Leben. Aber hey, genau darum geht es doch! JEDER hat die Möglichkeit, sich diese Frage zu stellen, eine entsprechende Entscheidung zu treffen und das zu tun, was ihn glücklich macht. Aber nicht jeder hat den Mut dazu …

    Ich danke dir für diesen tollen Artikel, der mich weiterhin bestärkt hat!

    Liebe Grüsse, Maike

    Antworten

    • Hi Maike,

      vielen Dank für deine Gedanken dazu! Ein schlechtes Gewissen müsstest du denke ich nicht haben, denn jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich und wer weiß, vielleicht würdest du sogar eine Art Vorbildfunktion für ein paar von ihnen haben? Irgendwie glaube ich, dass wir zu einer besseren Welt beitragen, wenn wir unserem Herzen folgen.

      Der erste Schritt in die Freiheit kann für viele folgendermaßen aussehen:
      – Die Arbeitsstelle auf 50 % reduzieren
      – Minimalistisch leben und weniger Geld ausgeben

      Damit hat man sich bereits ein ganzes Stück Freiheit gekauft! :) Und man hat auch genug Zeit an eventuelle weitere Pläne zu tüfteln! :)

      LG Thor

      Antworten

  13. Lieber Thor,
    mit jedem einzelnen deiner Worte sprichst Du mir hier aus der Seele. Dieser Artikel beschreibt so perfekt, was gerade (und überhaupt) in mir vorgeht.
    Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass da draußen Menschen sind, die einen verstehen! Gerade weil ich in meinem aktuellen Umfeld nicht sehr viel Verständnis bekomme, was es sehr schwer macht, weiter mit voller Überzeugung an dem zu arbeiten, was ich liebe und woran ich glaube.
    Ich bin mit meinem Blog http://www.daseinealles.de im Oktober gestartet und dort geht es im Prinzip genau um das, was Du hier in diesem Artikel beschreibst: ein freies Leben.

    Danke, für deine Worte und danke, dass ihr euer Leben mit uns teilt. In meinen Augen seid ihr eine unglaubliche Bereicherung für diese Welt und eine riesen Inspirationsquelle.

    Macht weiter so, lasst euch nicht aufhalten und hört nie auf zu träumen! Ich werde mir euren Film definitiv bestellen!

    Liebe Grüße
    Marlene

    Antworten

    • Liebe Marlene,

      vielen lieben Dank für deinen wunderbaren Kommentar! :) Ich habe gerade ein bisschen auf deinem Blog rumgestöbert und finde, du bist auf einem sehr guten Weg. Und vor allem bist du wahnsinnig reflektiert für deinen Alter!!! Wenn ich so darüber nachdenke, wie ich so drauf war als junger Erwachsener (oh Mann, wenn ich das so schreibe, klinge ich unglaublich alt), dann bist du schon wahnsinnig weit gekommen! :)

      Liebe Grüße aus Norwegen,
      Thor

      Antworten

  14. Lieber Thor,
    unser Antriebsmotor klingt sehr ähnlich, ich ernte jetzt nur schon die Früchte meiner Entscheidungen im Alter meines Lebens. Freiheit, Sinnhaftigkeit, Unabhängigkeit – das sind alles Begriffe, deren Inhalt und Umsetzung jeder für sich persönlich finden muss. Insofern sitzen wir beide quasi auf 2 unterschiedlichen Planeten.
    Ich lese gerne deinen Blog, weil ich Glaubwürdigkeit darin finde. Und deshalb gibt es mir etwas, deinen Gedanken zu folgen. Inspiration (welch Modewort in der digitalen Wunderwelt) kann auch etwas sein, das mit dem eigenen Leben nichts (mehr) zu tun hat. Z.B. die Inspiration, sich einfach eigene Gedanken zu etwas zu machen :-)
    Mir hat gut gefallen, zu lesen, dass Werbeangebote sich für dich nicht richtig anfühlten. Also ihr nicht jede digitale Einnahmequelle nützt, die sich anbietet. Wobei ich euch von Herzen wünsche, dass ihr passende Möglichkeiten findet.
    Mir gefällt an der Einnahmequelle „digitales Business durch Youtube“ z.B. nicht, dass Geld mit Werbung verdient wird, die inhaltlich oftmals konträr zu den im Vlog verkündeten Werten steht. Auf die Auswahl der Werbung kann bei Youtube kein Einfluss genommen werden, aber da die Einnahmequelle Werbung quasi geoutsorced ist, kann man sich offensichtlich innerlich davon abkoppeln. In meinem Wertesystem macht das unglaubwürdig.
    Deshalb finde ich es gut, dass du dir tiefere Gedanken machst um deine Einkommensmöglichkeiten :-) und verfolge gerne, welche Wege du findest.

    Antworten

    • Liebe Sorella,
      vielen Dank für deine guten Gedanken zum Thema Werbung. Finde ich auch ein sehr heikles Thema und ich kann das, was du schreibst alles unterschreiben! :)
      LG Thor

      Antworten

  15. Lieber Thor,

    das klingt ja nach einer tollen Reise! Es freut mich, dass euer Familienleben so harmonisch abläuft.

    So wirkt es zumindest – oder gibt es zuhause auch mal Streit, in Alltagssituationen, wie eigentlich bei jedermann!?

    Auf jeden Fall sehr schön, immer etwas von eurem Leben zu erfahren. Top Content! Mach auf jeden Fall weiter so.

    Liebe Grüße und eine fröhliche Weihnachtszeit wünsche ich euch!

    Dagmara B.

    Antworten

    • Liebe Dagmara,
      vielen Dank für den Kommentar! :) Und na klar, gibt es auch bei uns Streit. Jede Menge sogar! ;) Aber das Leben ist trotzdem sehr schön!
      LG Thor

      Antworten

  16. Ein Artikel nach dem anderen einfach inspirierend zu lesen – und auch dieser hier – so schön :) Mich interessiert aber immer wieder wenn ich deine Texte lese, wie ihr zur Religion bzw. zu einem etwas grösseren Ganzen steht? Du hattest einmal erwähnt dass ihr in einer Sekte aufgewachsen sind und vielleicht einmal einen Blogpost dazu schreiben wirst. Natürlich ist es ein sehr intimes Thema und ich verstehe wenn ihr das trotzdem jetzt nicht vorhabt an der Öffentlichkeit preiszugeben. Aber falls trotzdem, mich würde es interessieren wie ihr nach all diesen Reisen denkt :) Viele liebe Grüsse in den Norden!

    Antworten

    • Vielen Dank für deinen Kommentar, Eli! Zu dem Thema werde ich bestimmt irgendwann mal schreiben. In meinem Buch sowieso, und ich denke auch hier auf dem Blog! :) Ich kann dir aber jetzt leider nicht sagen, wann es so weit ist!
      Liebe Grüße,
      Thor

      Antworten

  17. Hallo Thor,
    Der Artikel ist jetzt schon ein paar Wochen veröffentlicht, aber ich bin erst jetzt dazu gekommen, ihn zu lesen. Wie bisher auch deine anderen Artikel, gefällt er mir sehr gut und gibt mir Mut. Mut und Zuversicht dahingehend, dass tatsächlich vieles möglich ist und wir uns selbst uns unsere Grenzen setzen. Allein den Fakt, dass du als Übersetzer arbeitest ohne eine „Lehre“, finde ich bewundernswert. Ich lese deine Artikel unglaublich gerne, weil sie mich sehr inspirieren und zum Nachdenken und Umdenken anregen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin alles Gute!

    Antworten

  18. Hallo Thor,

    ich selber mache mir derzeit viele Gedanken zum Thema seinen Platz finden, Konsum einschränken und Freiheiten schaffen für das was man liebt. Du sprichst mir aus der Seele mit den Dingen die ich bisher gelesen habe und du bist mit deiner Familie eine wirklich Inspiration!
    Jetzt mal eine ganz andere Frage, kann ich irgendwo sehen, welches Equipment ihr für die tollen Bilder und Filmaufnahmen verwendet?

    Viele Grüße

    Cathrin

    Antworten

  19. Pingback: FREIHEITSFUTTER #1 – Januar 2017 – daseinealles.de

  20. Hallo Thor, ich bin eher zufällig auf den Blog geraten und habe mir mal ein paar Einträge durchgelesen. Dein Schreibstil ist wirklich schön und angenehm zu lesen, die Gedanken tiefgängig. Hast du Deutsch erst in Deutschland gelernt? Falls dem so ist, finde ich es wirklich beeindruckend, dass man so perfekt in einer Fremdsprache schreiben kann.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Buch von dir sehr lesenswert wäre.

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin!

    Antworten

    • Hallo Hendrik,
      vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Ich hatte in Norwegen vier Jahre lang Deutsch als zweite Fremdsprache in der Schule. Als ich nach Deutschland gezogen bin, konnte ich mich trotzdem aber kaum auf Deutsch ausdrücken. Geholfen haben diese Jahre aber bestimmt trotzdem ein wenig.
      Viele Grüße,
      Thor

      Ps. Ein Buch ist in Planung! :)

      Antworten

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