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Das einfache Leben

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„We’ve got everything we need right here and everything we need is enough“

– Jack Johnson

Januar 2016

Es knistert gemütlich im Ofen. Die hauchdünnen Holzscheite, die ich kurz zuvor vor der Hütte gehackt habe, fangen gerade richtig Feuer. Ich lege ein paar Dickere oben drauf und mache die Tür so weit zu, dass nur noch ein kleiner Spalt übrig bleibt. Unsere 35 Quadratmeter große Hütte, die wegen der einfachen Bauweise und der nicht vorhandenen Isolierung wohl eher als ein Schuppen bezeichnet werden sollte, wärmt sich langsam auf und ich genieße es, zu spüren, wie die wohlige Wärme sich langsam auch auf meinen Körper überträgt.[Weiterlesen]

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Schönheit, die weh tut

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Ich bin gerade für sieben Tage ganz alleine in Christchurch, um zu arbeiten, schreiben und lesen. „Weil du es gerade brauchst“, meinte meine Frau und buchte einfach ein Bett in einem günstigen Hostel für mich. Ich bekam zuerst schlechtes Gewissen bei dem Gedanken, sie mit den Kindern allein zu lassen, doch sie blieb hartnäckig und schließlich war das Angebot auch zu verlockend, um es abzulehnen. Also habe ich jetzt reichlich Zeit, um meine Gedanken und Ideen zu ordnen und viel Versäumtes nachzuholen, was sich in den letzten Wochen aufgestaut hat.[Weiterlesen]

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Treasure Road

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Ich sehe mir den schwarzen Nachthimmel durch die vielen Flugzeugfenster an. Wir befinden uns irgendwo über dem Ozean, vermute ich, vielleicht liegen aber auch bereits die weiten Ebenen des australischen Outbacks unter uns. Keine Ahnung, ich bin noch erschöpft und glücklich von unserem letzten Tag auf Bali und habe kein Gefühl mehr für Zeit und Raum.

Vieles war unsicher bis hierhin. Die meisten Ziele haben wir spontan ausgesucht, nachdem wir andere Reisende kennengelernt und uns ihre Geschichten angehört haben. Wir haben meistens nur das Flugticket für das nächste Reiseziel gebucht, um uns so alle Möglichkeiten offen zu halten.[Weiterlesen]

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Ich – Einfach verbesserlich

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Ich war mal wieder zu laut, zu aufbrausend, wurde wütend wegen einer Kleinigkeit. Es gab zwar auch davor eine Menge andere Kleinigkeiten, doch diese letzte brachte den Knoten zum Platzen. Warum musste sie so verdammt stur sein, so einen wahnsinnig starken Willen haben? Das konnte mich manchmal – wie auch am heutigen Tag – in den Wahnsinn treiben. Doch gleichzeitig war es doch das, was ich so an ihr liebte. Wie stark und eigenständig sie ist, wie zielstrebig und lebendig. Wie stark sie fühlt.[Weiterlesen]

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Ein ungeplantes Abenteuer

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Ich rannte so schnell ich konnte, doch die Hitze zwang mich mal wieder dazu, eine Pause einzulegen. Ich trank einen großen Schluck Wasser von der Flasche, die in der Seitentasche meines Rucksacks verstaut war, und machte mich wieder auf den Weg.

Wir mussten diesen Flieger unbedingt kriegen!

Ich malte mir aus, was passieren würde, wenn das nicht der Fall wäre. Wahrscheinlich würden wir eine ganze Woche noch in dieser blöden Stadt festsitzen, wo völliges Chaos herrschte, da seit drei Tagen fast alle Flüge eingestellt worden waren. Dazu hätten wir neue und zwar richtig teure Flugtickets kaufen und eine satte Strafe zahlen müssen, da wir keine Ausrede mehr dafür hätten, warum wir uns seit mehreren Tagen illegal in Indonesien, genauer gesagt auf der Insel Bali, aufhalten würden.[Weiterlesen]

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Lieblingsinsel

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Lydia tat einen großen Schritt nach vorne, verließ damit das Boot der Tauchschule Crystal Dive und landete mit ihrer schweren Tauchausrüstung im Meer. Sie verschwand kurz unter der Meeresoberfläche, tauchte dann aber schnell wieder auf, da sie vorher ein wenig Luft in ihre Tarierweste eingelassen hatte. Ich folgte ihrem Beispiel, und nachdem wir beide in unsere Tauchmasken gespuckt und unsere Spucke wieder ausgewaschen hatten, damit das Glas nicht beschlagen würde, schwammen wir mit unserem Tauchlehrer, der schon vor uns ins Meer gesprungen war, langsam ans Ufer.[Weiterlesen]

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Eine Weltreise ist kein Ponyhof

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Eines Tages, als wir uns noch auf Koh Samui befanden, passierte folgendes: Ich und meine Frau waren damit beschäftigt unsere Kinder ins Bett zu bringen, während diese es für eine bessere Idee hielten, auf den Betten herumzuturnen.

„Hört auf mit dem Gehopse“, sagte ich leicht genervt, während ich Richtung Badezimmer ging, um Zahnbürsten und Zahnpasta zu holen, „sonnst tut sich gleich einer weh“. Keine zwei Sekunden später hörte ich einen Schrei und ein dumpfes, unheimliches Geräusch, das nichts Gutes bedeuten konnte. Also rannte ich zurück, fand die kleine Filippa auf dem Boden, hob sie auf und erkannte zu meinem Entsetzen, dass sie eine ziemlich üble Platzwunde am Kinn hatte. Während ich sie zu trösten versuchte, wurde mein T-Shirt vollgespritzt mit ihrem Blut und wenig später, als die Blutung etwas nachgelassen hatte, war ein dunkelroter Spalt in ihrer Haut zu sehen, etwa zwei Zentimeter lang.[Weiterlesen]